Das Zelt – Baue ein Haus in wenigen Minuten

Bist Du allein, mit Deinem Partner, mit Freunden oder mit der ganzen Familie unterwegs? Zeltest Du mehrmals im Jahr oder nur hin und wider? Unter welchen Bedingungen zeltest Du?
Zelte gibt es in allen Varianten und für jedes Bedürfnis. Mit einem guten Camping-Zelt steht und fällt der Camping-Urlaub.

Entscheide überlegt!

Setze Dich vor dem Kauf mit den wichtigsten Kriterien auseinander und triff dann eine überlegte Entscheidung.
Der Ort, an dem Du zeltest, kann noch so schön sein. Wenn Du ein Zelt aufschlägst, das nicht Deinen Bedürfnissen entspricht, kannst Du den Urlaub umso weniger genießen.

Welches Zelt benötigst Du?

Jedes Zelt, das es auf dem Markt gibt, hat seine Berechtigung. Ein Zelt, das für den Einen zu teuer wirkt, mag dem Anderen den Preis wert sein. Es kommt immer darauf an, welche Aspekte für Dich persönlich wichtig sind.

Wenn Du Dir Internetseiten zum Thema „Zelt Test“ anschaust, wirst Du anhand der vielen Produkte unter Umständen auf keinen grünen Zweig kommen.

Der Camping Coach hilft Dir persönlich!

Dieser Artikel soll Dir als Orientierung dienen, welche Zelte für die unterschiedlichen Reisenden am besten geeignet sind. Es gibt viele Kriterien, die zu beachten sind. Die wichtigsten Fragen sind jedoch:

  • Wie viele Personen soll Dein Zelt beherbergen?
  • Wie oft zeltest Du im Jahr?
  • Wie wichtig ist Dir eine kurzfristige Aufbauzeit?
  • Welche Preisvorstellung hast Du?

Wenn Du möchtest, dass ich Dir innerhalb von 20 Sekunden ein tolles Zelt präsentieren soll, dann benutze den Zeltfinder und beantworte mir diese 4 Fragen!

Wer zeltet?

In der Regel entscheidet die Anzahl derjenigen, die in einem Zelt unterkommen auch über die Größe, die benötigt wird. Natürlich mag es auch Ausnahmen und Gründe geben, weshalb manche Camper diesen Zusammenhang nicht herstellen.

Normalerweise aber verwenden wir als Alleinreisende ein Ein-Mann-Zelt. Und wenn man zu viert unterwegs ist, dann ist ein Familienzelt die beste Wahl. Entscheidend ist also zuerst einmal die Anzahl der Personen. Wer campt hier also? Was brauchst Du für ein Zelt?

Zelte gibt es in jeder Größenordnung. Die Entscheidung über die benötigte Zeltgröße erfordert im Normalfall keinerlei längerer Überlegung. Wenn Du weißt, wie viele Personen Du in Deinem Zelt unterbringen musst, stellt sich jedoch die nächste Frage.

Welchen Zelttyp bevorzugst Du?

Jeder Typ hat Vor- und Nachteile. Ein Wurf- oder Pop up Zelt lässt sich schnell auf- und abbauen, ist aber zumeist in Relation zu seiner Größe sperrig.

Ein Tunnelzelt erfordert einen aufwändigeren Aufbau, ist aber dafür stabil und optimal für den Transport geeignet. Nachfolgend siehst Du die gängigsten Zelttypen.

Kuppelzelt oder Igluzelt

ZeltKuppelzelte (auch Igluzelt genannt) haben üblicherweise zwei sich kreuzende Gestängebögen aus Aluminium und sind einfach im Aufbau und damit auch gut zu transportieren. Auch mit wenigen Befestigungen stehen sie sicher.

Kuppelzelte sind die absoluten Klassiker. Sie sind praktikabel, stabil und vielseitig. Außerdem sind sie zumeist leicht gebaut und stehen dennoch stabil.

Pop-up-Zelt bzw. Wurfzelt

Zelt

Ein Pop-up-Zelt und ein Wurfzelt haben gemeinsam, dass Du sie innerhalb weniger Sekunden aufbauen und zumindest in ein paar Minuten wieder abbauen kannst. Das Gestänge ist mit der Außenzelthaut verbunden. Beide Zelttypen sind besonders geeignet für diejenigen, die täglich den Standort wechseln. Beachte aber, dass diese Machart in der Regel nicht sehr standhaft gegen extreme Regengüsse ist. Unterschiede gibt es dennoch in der Form und im Aufbau:

Bei einem Wurfzelt gilt das Prinzip: Ein Wurf und das Zelt ist aufgebaut. Du öffnest die Zelttasche und es entfaltet sich von allein. Die geschwungene Form des Gestänges hat aber den Nachteil, dass es im verpackten Zustand eine recht große Fläche einnimmt. Du siehst es auf dem Foto.

Das Pop-up-Zelt klappst Du auseinander und ziehst das Gestänge in der Mitte hoch. Auch dieser Zelttyp nimmt nur wenige Sekunden in Anspruch. In meinem Youtube-Kanal findest Du für beide Varianten Aufbauanleitungen und Empfehlungen.

Tunnelzelt

ZeltDer Klassiker unter den Familienzelten! Tunnelzelte haben 2 bis 3 hintereinander angeordnete Gestängebögen und sind sehr einfach im Aufbau. Das Besondere ist die sehr große Raumausnutzung. Gerade deshalb ist dieser Zelttyp bei großen Menschen sehr beliebt.

Die meisten Tunnelzelte sind so konzipiert, dass man darin stehen kann. Aufgrund ihrer Form und Höhe sind sie oftmals weniger windbeständig.

Geodätisches Zelt

Geodätisches Zelt

Dieser Typ ist eine Unterart des Kuppelzeltes und hat mehrere sich kreuzende Gestänge. Er ist zwar komplizierter im Aufbau, trotzt aber dafür Wind und Wetter überaus gut. Geodäten werden für Expeditionen und vorrangig von Profis genutzt.

Zu erwähnen ist sicherlich noch der Begriff „Trekkingzelt“. Dieses gibt es jedoch in verschiedenen der genannten Formen. Daran lässt sich auch erkennen, dass die unterschiedlichen Kategorien sich nicht einfach in bestimmte Sparten unterteilen lassen.

Trekkingzelte werden logischerweise für Trekkingtouren verwendet. Daher werden sie besonders leicht gebaut und sind in kurzer Zeit aufzubauen.

Jeden dieser Zelttypen gibt es in allen möglichen Preiskategorien. Du kannst für ein Familien-Zelt kleine dreistellige Beträge ausgeben. Genau so kann ein 1-Mann-Zelt auch nahezu vierstellig kosten. Einerseits gibt es immer wieder tolle Zelte im Sale.

Andererseits – und darauf sollte Dein Hauptaugenmerk liegen – hängt der Preis oftmals unmittelbar mit der Verarbeitung bzw. dem Material zusammen. Die bekanntesten Zelthersteller sind Globetrotter, Berger, Quechua, Robens und Vaude.

Übrigens: Falls Du Hilfe beim Familienzelt kaufen benötigst: Lies meinen Artikel!

Familienzelt

Woraus besteht ein Zelt eigentlich?

Da ich umweltbewusst bin, stelle ich diese Frage vor allem im Hinblick auf ökologische Auswirkungen, die Zelte mit sich bringen.

Baumwolle???

Seien wir mal ehrlich: Ein Baumwoll-Zelt hat sicherlich eine tolle Umweltbilanz, ist aber nicht mehr zeitgemäß und einfach unpraktisch für jede Art von Camping-Urlaub. Richtig wasserdicht wird es nur, wenn es teilsynthetisch ist oder ordentlich imprägniert wird. Beides stellt wiederum eine Minderung der Umweltbilanz dar.

Bei den Zelten, über die wir hier sprechen, sieht es aber anders aus:

Nylon und Aluminium

Außenzelte bestehen heutzutage normalerweise aus Polyamid (Nylon) oder Polyester. Um das Zelt noch reißfester zu machen, sind sie oft noch mit dem sog. Rippstopverfahren Schussfäden eingenäht. Zur Erhöhung des UV-Schutzes gibt es dazu noch Silkonbeschichtungen. Das Gestänge besteht aus eloxiertem Aluminium.

Zusammenfassend tun wir unserer ohnehin schon gebeutelten Umwelt keinen Gefallen, wenn wir uns ein Zelt kaufen.

Meine Bitte an Dich

Camper erwerben Zelte mit unterschiedlichen Intentionen. Manchen reicht es vollkommen aus, dass das Zelt einmal aufgebaut und danach weggeworfen werden kann.

Diese Leute suchen sozusagen ein Einweg-Zelt. Solche Kandidaten werden sich dementsprechend weder ausgiebig beraten lassen noch besonders intensiv mit der Beschaffenheit des Zeltes auseinandersetzen.

Sie wollen billig kaufen und achten daher ausschließlich auf den Preis. Wir alle wissen: „Billig gekauft ist doppelt gekauft“.

Deshalb habe ich eine Bitte an Dich: – Mach‘ das nicht! Es ist eine Unart und eine ökologische Sauerei, nur auf den Preis zu achten und das Zelt danach wegzuwerfen. Denke auch immer an die Umwelt!

Auf welche Feinheiten musst Du beim Kauf des Zeltes achten?

Zum Glück setzen die meisten Zelturlauber den Preis immer in Relation zur Leistung.

Stelle Dir die Frage: „Ist mir persönlich dieses Zelt das Geld wert?“ Ein guter Indikator dafür sind immer Kundenrezensionen im Internet. Diese sind jedoch oft trügerisch, da sie oftmals nur die Reaktion auf das erstmalige Aufbauen oder zumindest den erstmaligen Urlaub sind und keine langjährigen Erfahrungsberichte darstellen.

Woran erkennst Du ein gutes Zelt?

Kommen wir nun zu den Tipps und Tricks, woran man ein gute Zelte erkennt. Neben Gewicht und Größe ist vor allem die Beschaffenheit ein wichtiger Faktor. Diese Kriterien solltest Du also bei der Wahl Deines neuen Zeltes genauer unter die Lupe nehmen.

Wie leicht bzw. schwer ist das Zelt?

Beachte, dass das Zelt nicht nur aufgebaut werden und dem Wetter standhalten muss. Du musst es auch zum Campingplatz bzw. Ort, an dem Du es aufschlägst transportieren und wieder nach Hause bringen.

Je nach dem, ob Du alles mit dem Auto erledigst oder als Backpacker unterwegs bist, kann das Gewicht also eine untergeordnete oder aber wichtige Rolle spielen.

Reicht die Größe für Deine Bedürfnisse aus?

Mache Dir im Vorfeld Gedanken, ob es Dir ausreicht, dass Du in dem Zelt (auf dem Boden oder im Campingstuhl) sitzt, oder ob Du darin stehen willst. Außerdem muss der Platz im Innenzelt für Deine und die Körpergröße Deiner Mitzeltenden ausreichen. Es gibt nichts Schlimmeres, als sich im Schlaf eingeengt zu fühlen. Wähle lieber ein wenig größere Maße als Du zu benötigen annimmst.

Das Material des Gestänges und Abspannungen

Ein gutes Gestänge besteht aus Aluminium. Die Regel lautet, je mehr Gestänge, desto windbeständiger ist das Zelt. Hierauf solltest Du vor allem Deinen Fokus richten, wenn Du in Gebieten mit rauheren Klima zeltest.

Fast noch wichtiger sind die Sturmabspannungen. Insbesondere Zelte, deren Gestänge mit den Abspannungen verbunden sind, sind perfekt gegen Wind und Wetter gewappnet. Ein wasserdichtes Zelt ist also nicht allein wegen eines guten Überzeltes gegen Regen geschützt.

Entscheide!

Entdecke schrittweise das richtige Zelt für Deine persönlichen Ansprüche. Eines ist jedenfalls angesichts des riesigen Angebotes an Zelten in allen Größenordnungen, Typen und Preisklassen klar: Du wirst ein Zelt finden, dass optimal auf Dich zugeschnitten ist.

Meine Hilfe biete ich Dir gerne mit dem Zeltfinder an: